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Evangelische Jugendbildungsstätte Neukirchen
Am Hag 13
96486 Lautertal

Tel.: +49 (0)9566 8086890
E-Mail: info@jubi-neukirchen.de


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40 Jahre Jubi

Am 3. Juni 2016 haben die Feierlichkeiten zum 40jährigen Jubiläum der Evangelischen Jugendbildungsstätte Neukirchen stattgefunden.

Die Evangelische Landeskirche, der Bayerischer Jugendring, die Oberfrankenstiftung, Stadt- und Landkreis Coburg und die Kirchengemeinden vor Ort haben mit ihrer finanziellen Unterstützung dafür gesorgt, dass die Einweihung am 31.10.1976 stattfinden konnte. Seit dieser Zeit haben geschätzt ca. 120.000 Gäste die Evangelische Jugendbildungsstätte besucht, dabei ca. 400.000 Übernachtungen und 1,2 Millionen Mahlzeiten gebucht und unzählige Bildungsangebote von Internationaler Jugendbegegnung, über Berufsbildung, Konfirmandenunterricht bis hin zu Besinnungstagen in Anspruch genommen.

Dies feierten die annähernd 150 Gäste, für welche von Mitarbeiter*innen und ehrenamtlichen Helfern ein buntes Programm zusammengestellt, das das Selbstverständnis der Evangelischen Jugendbildungsstätte repräsentierte. Als Bildungsstätte und damit wichtiger Teilnehmer der Bildungsregion Coburg hatte man zunächst zu einem Fachtag „Außerschulische Jugendbildung“ eingeladen. Der Frühere Vorsitzende der Landesjugendkammer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und spätere Präsident des Bayerischen Jugendringes Gerhard Engel eröffnete diesen mit einem pdf Vortrag zum Thema „Wohin gehen wir? (202 KB) Jugendbildung gestalten!“ Bei einem „Think Tank“ zu den konkreten Bildungsbedürfnissen der Region Coburg, den Vertreterinnen der Bildungsregion Coburg Stadt und Land anboten, wurde danach gefragt, was junge Menschen an Bildugnsimpulsen benötigen. Schließlich wurden konkrete Methode der Jugendarbeit vorgestellt und ausprobiert.

Ein Gottesdienst unter Leitung von Dekan Andreas Kleefeld machte deutlich, dass die Evangelische Jugendbildungsstätte Neukirchen als einzige staatliche geförderte Jugendbildungsstätte der Evangelischen Landeskirche auch ein Ort spiritueller Erfahrungen sein möchte. Dekan Kleefeld unterstrich, dass Orte freien und selbstbestimmten Lernens für junge Leute wichtig seien, um sich zu Persönlichkeiten zu entwickeln, die bereit sind, in der Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen. In diesem Gottesdienst segnete der Dekan die Mitarbeitenden der Evangelischen Jugendbildungsstätte und führte Martin Kummer als neuen stellvertretenden Leiter und Sebastian Stamm als Leiter der Fach- und Koordinierungsstelle Partnerschaft für Demokratie für den Landkreis Coburg ein, die in Trägerschaft des Evangelisch Lutherischen Dekanates in Neukirchen angesiedelt wurde. Die Neukirchner „Old Star´s“ um Pfarrer Hartmut Braune-Bezold umrahmten den Gottesdienst musikalisch und alle Besucher konnten ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Wünsche im Zusammenhang mit der Evangelischen Jugendbildungsstätte Neukirchen symbolisch festhalten und gleichzeitig auffordern, auch in den kommenden Jahrzehnten Jugendbildungsarbeit am Puls der Zeit zu gestalten.

Die Liste der Grußworte war lang. Glückwünsche überbrachten neben dem Landrat, Michael Busch und Patrick Wolf, dem 1. Vorsitzenden der Landesjugendkammer der Evangelischen Jugend Bayern Vertreter der Gemeinde Lautertal, des Bezirksjugendring Oberfranken, dem Netzwerk der Bayerischen Jugendbildungsstätten, dem Amt für Evangelische Jugendarbeit und der Evangelischen Jugend und Kirchengemeinde vor Ort.

Im Anschluss wurden die Gäste kulinarisch mit selbstgemachter Kartoffelsuppe der Senioren aus dem Dekanatsbezirk, hausgebackenem Kuchen und Coburger Bratwürsten verköstigt. Zum Abendprogramm gehörten weiterhin das Erfahrungsfeld der Sinne, eine Ausstellung zur Geschichte des Hauses, die Möglichkeit den Pädagogischen Seilgarten zu besichtigen und die Arche2020 zu erleben. Für die musikalische Untermalung am Abend sorgte die Juke box der Evangelischen Jugend Coburg (ejott).

Trotz des unbeständigen Wetters konnte das Fest Dank der Flexibilität der Mitarbeiter*innen gebührend gefeiert werden. Während des ganzen Festtages wurde sich immer wieder darauf besonnen, dass im Kern die Evangelische Jugendbildungsstätte ein Ort der Begegnungen, des Miteinanders und der pädagogischen Begleitung von Jugendlichen in unterschiedlichen Lebensphasen ist.

So wie es der Landesjugendpfarrer Sudermann zur Einweihung im Jahr 1973 treffend formuliert: „In diesem Hause wolle die Kirche der Anwalt der Jugend sein, in ihm aber solle auch die Jugend ihre Interessen formulieren und sich nicht genieren, auch „politisch“ zu werden.“

Anstehende Themen werden die Sanierung des Hauses und inhaltlich die Reformation, die Arbeit mit Flüchtlingen und weiterhin die Berufsorientierung, die Besinnungstage und die Erlebnispädagogischen Angebote sein.

Weitere Bilder zur Veranstaltung

Ankommen und zurrechtkommen in Deutschland

Seminar zur Berufsorientierung für eine Klasse des Berufsintegrationsjahres an der Berufsschule I Coburg 4.-8.4.16 in der Evang Jugendbildungsstätte Neukirchen.

16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer informierten sich über das Leben und Arbeiten in Deutschland. Sie kamen aus Syrien, Eritrea, Äthiopien, Afghanistan und der Ukraine. Informationen aus erster Hand bekamen die Jugendlichen vom Jugendkontaktbeamten der Polizei Valentin Rose-Vetter. Die Inforunde klärte über strafbare Sachverhalte und zu erwartende Sanktionen auf. Welche Formen von Gewalt gibt es und wo sind die Grenzen zu ziehen .

Claas Meyer DGB-Gewerkschaftssekretär erklärte die Aufgaben und Angebote von Gewerkschaften. Die Teilnehmer erfuhren ihre Rechte und Pflichten während der Berufsausbildung und setzten sich mit konstruktiven Konfliktlösungsmöglichkeiten am Arbeitsplatz auseinander.

In der Berufsausbildung achten die Unternehmen auf Fachwissen und die Schlüsselqualifikationen ihrer künftigen Auszubildenden. Mit Übungen und mit Filmbeiträgen erarbeiteten die Teilnehmer einen Katalog von den Basics für die Arbeitswelt und erkannten insbesondere die Bedeutung von Sozialkompetenz in der Arbeitswelt. Im Seilgarten wurde dann die Problemlösung in der Gruppe trainiert. Ohne Teamfähigkeit und Kommunikation geht im Seilgarten und in der Arbeitswelt nichts.

Die Jugendlichen aus 5 Nationen konnten sich auch mit ihren Fähigkeiten und Interessen auseinandersetzen. An 5 Stationen mussten sie selbst einschätzen, ob sie eher technische, sprachliche, kommunikative, gestalterische oder handwerkliche Fähigkeiten haben. Gleichzeitig erweiterten sie ihren Wortschatz im Bereich Berufsausbildung, indem sie die Tätigkeiten durchführten.

350 Ausbildungsberufe gibt es in Deutschland ! Welche Berufe kenne ich aus meiner Heimat ? Welche passen zu mir ? Diese Fragen wurde mit berufskundlichen Filmen beantwortet. In Kleingruppen schauten die Tn. Filme über die Berufsbilder, und bewerteten sie nach ihrem Interesse. Rainer Kissing von der IHK informierte zuerst über das Duale Ausbildungssystem in Deutschland und warum eine Ausbildung so große Bedeutung hat. Am Schluss des Seminars wurde an Hand von drei Berufen die Berufschancen in Handel, Industrie und Gastronomie vorgestellt.

8 Stunden sind kein Tag. Arbeit stellt einen wichtigen Teil der Integration von Geflüchteten dar, aber auch soziale Beziehungen in der Freizeitmüssen aufgebaut werden. Der Kreisjugendring Coburg hatte hierzu Vertreter der Bayerischen Sportjugend, des ASB und der THW-Jugend eingeladen, um die Jugendlichen für ihre Jugendarbeit zu begeistern.

Die Jugendlichen kommen aus entfernten geografischen und kulturellen Regionen zu uns. Wie können sie ihre Eindrücke vom Leben in Deutschland verarbeiten und ihren Gastgebern wieder spiegeln ? Die Theaterpädagogin Martina Krauß erarbeitete mit den Jugendlichen ein Theaterstück, in dem sie sich mit den Werten und Lebensweisen der „Bio-Deutschen“ auseinandersetzten. Die Aufführung des Stücks ist am 25.06.16 in der Reithalle Co0burg.

Das Seminar wurde vom Bayerischen Jugendring und der Industrie und Handelskammer Coburg gefördert.